Freitag, 20. Februar 2009

RUHR.2010 goes USA

RUHR.2010 goes USA: RUHR.2010

Fritz Pleitgen, Vorsitzender Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH, begleitet NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auf US-Delegationsreise und rührt in den amerikanischen Metropolen von 17. bis 21. Februar gehörig die Werbetrommel für die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

Erst die Arbeit und dann das Vergnügen oder besser: Erst die Politik und dann die Kultur. Während Jürgen Rüttgers die undankbare Aufgabe zu meistern hat, sich tagsüber mit Finanz- und Automobil-Krisen auseinanderzusetzen, setzt Fritz Pleitgen abends in der deutschen Botschaft in Washington und im Deutschlandhaus in New York optimistischere Akzente. In der US-Hauptstadt berichtete Pleitgen, der kurz vor seinem Abflug noch Großvater geworden war, den Amerikanern mit Verve vom Ruhrgebiet als dem deutschen New York. „Wir haben mehr Kultur pro Quadratmeter als der Rest von Europa“, eröffnete Pleitgen seinen RUHR-Unterricht for Amis. „Im Ruhrgebiet gibt es die meisten Schlösser und Burgen in Deutschland – unser Neuschwanstein heißt Zeche Zollverein.“ Da applaudierten nicht nur die Disneyland-Fans unter den Zuhörern.
RUHR.2010-Kreativmanager Dieter Gorny hatte dem Kultur-Korrespondenten der Washington Post zuvor seriös das Faszinosum der Metropole Ruhr nahegebracht: die einmalige Kombination vom alten Mythos Kohle und Stahl einerseits und der Avantgarde der Kreativwirtschaft andererseits. Pleitgen lebt diesen Wandel für sein Publikum dann wortgewandt vor, wird selbst zum Imageträger und hob in New York die Gemeinsamkeiten zwischen der Metropole Ruhr und den USA hervor: Amerika hat Obama und den Change, die Metropole Ruhr den kulturellen Wandel, den Pleitgen anhand des Dortmunder U, des Duisburger Innenhafens und der Renaturierung der Emscher veranschaulichte. Gelacht werden durfte bei den RUHR.2010-Präsentationen auch. Dank Pleitgen weiß der gemeine Amerikaner nun, was ihn mit dem „Ruhri“ verbindet: der Humor. „Ich traf“, erzählte Pleitgen, „einen Farmer in Idaho. Ich fragte ihn, ob er wisse, dass es ein Moskau nicht nur in Idaho, sondern auch in Russland gebe. Sicher, antwortete der Farmer aus Idaho. Aber unser Moskau war zuerst da.“ So funktioniere auch der Ruhrgebiets-Humor.


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